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<title>Regen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Regen</span></h1>
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<p><b>Regen</b> bezeichnet ein <a href="Wetter" title="Wetter">Wetterereignis</a> und die am häufigsten auftretende Form von <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlag</a>. Regen besteht aus <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a>, das als <a href="Wasserdampf" title="Wasserdampf">Dampf</a> in <a href="Wolke" title="Wolke">Wolken</a> gespeichert war und nach dem <a href="Kondensieren" class="mw-redirect" title="Kondensieren">Kondensieren</a> in <a href="Tropfen" title="Tropfen">Tropfen</a> zur <a href="Erdoberfl%C3%A4che" title="Erdoberfläche">Erdoberfläche</a> herunter fällt.
</p><p>Regentropfen binden <a href="Staub" title="Staub">Staub</a> und <a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosole</a>, die in die Atmosphäre aufgestiegen sind. Diese Bestandteile bestimmen den <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wert</a> des Regens.
</p><p>Die Regenformen werden nach Entstehung, Dauer, Intensität, Wirkung und geografischem Vorkommen unterschieden.
</p><p>Fester <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlag</a>, z.&nbsp;B. <a href="Hagel" title="Hagel">Hagel</a>, <a href="Graupel" title="Graupel">Graupel</a> oder <a href="Schnee" title="Schnee">Schnee</a>, besteht aus <a href="Gefrieren" class="mw-redirect" title="Gefrieren">gefrorenem</a> Wasser und <a href="Kondensationskern" class="mw-redirect" title="Kondensationskern">Kondensationskeimen</a> und tritt auch gemischt mit Regen auf.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung">Entstehung</h2></div>


<p>Die Kondensation von Wasserdampf in der Atmosphäre erfolgt durch <a href="Abk%C3%BChlung" title="Abkühlung">Abkühlung</a> und <a href="Aerodynamik" title="Aerodynamik">Aerodynamik</a>.
</p><p>Vor allem <a href="Hydrophilie" title="Hydrophilie">hydrophile</a> Staubpartikel wie Ammoniumverbindungen wirken bereits bei üblichen Luftfeuchten von 60–70&nbsp;% als Kondensationskerne, während hydrophobe Partikel wie Ruß erst bei Feuchtesättigung, d.&nbsp;h. bei 100&nbsp;% Luftfeuchte bzw. Übersättigung, dazu in der Lage sind. Auch der <a href="Gefrierpunktserniedrigung" title="Gefrierpunktserniedrigung">Gefrierpunkt</a> bzw. Taupunkt der Aerosolpartikel wird von vielen Faktoren beeinflusst.
</p><p>Daher kann hier auch das <a href="Phasendiagramm" title="Phasendiagramm">Phasendiagramm</a> der theoretischen Thermodynamik, bei dem Wasser <i>immer</i> bei 0&nbsp;°C gefriert, nicht angewendet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemein">Allgemein</h3></div>
<p>Ausgangspunkt jedes Regens sind <a href="Wolke" title="Wolke">Wolken</a>, die aus feinen Eiskristallen oder <i>Wolkentröpfchen</i> (Wassertropfen mit 5 bis 10&nbsp;μm Durchmesser) bestehen. Sie bilden sich infolge der Abkühlung einer feuchten <a href="Luft" title="Luft">Luftmasse</a> beim Aufstieg in der <a href="Erdatmosph%C3%A4re" title="Erdatmosphäre">Erdatmosphäre</a>, wenn der <a href="Taupunkt" title="Taupunkt">Taupunkt</a> unterschritten wird. Je nach Höhe und herrschender Temperatur bilden sich entweder Eiskristalle an <a href="Kristallisationskeim" class="mw-redirect" title="Kristallisationskeim">Kristallisationskeimen</a> durch <a href="Resublimation" class="mw-redirect" title="Resublimation">Resublimation</a> oder Wolkentröpfchen mit Hilfe von Kondensationskeimen durch <a href="Kondensation" title="Kondensation">Kondensation</a>. Diese Primärkörper können, in Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer in der Wolke, weiteren Wasserdampf, andere Wolkentropfen oder auch Eiskristalle an sich binden und dadurch anwachsen. Erreichen Eiskristalle eine wärmere Umgebung, so schmelzen sie wieder zu Tropfen. Wird das Gewicht der Tropfen so groß, dass sie weder durch die Luftreibung (Reibung im Fluid nach dem <a href="Gesetz_von_Stokes" title="Gesetz von Stokes">Gesetz von Stokes</a>) noch von den in einer Wolke vorherrschenden Luftströmungen (Aufwinden) „in Schwebe“ gehalten werden können, beginnen sie aufgrund der <a href="Schwerkraft" class="mw-redirect" title="Schwerkraft">Schwerkraft</a> langsam zu Boden zu sinken, und es entsteht der uns bekannte Regen. Das Zusammenwachsen vieler kleiner Wassertröpfchen zu größeren und schwereren beschleunigt diesen Vorgang und erhöht die Fallgeschwindigkeit. In der Regel besteht der am Boden auftreffende Regen aus <a href="Tropfen" title="Tropfen">Tropfen</a> mit einem Durchmesser von 0,6 bis 3&nbsp;mm.
</p>

<p>Bei starkem Regen sind Regentropfen verhältnismäßig groß und an der Unterseite stark abgeflacht, so dass sich beim Auftreffen auf der Wasserpfütze ein Luftpolster bildet. (Die Form dieser Regentropfen ähnelt der eines auf dem Kopf liegenden Brötchens.) Beim Verbinden der großen Tropfen mit der Wasseroberfläche wird das Luftpolster eingeschlossen und es bildet sich eine Regenblase.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tropfenwachstum_in_warmen_Wolken">Tropfenwachstum in warmen Wolken</h3></div>

<p><i>Warme Wolken</i> sind Wolken, in denen nur flüssiges Wasser vorkommt.<sup id="cite_ref-BS7_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-BS7-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Je nach Beschaffenheit der <a href="Kondensationskern" class="mw-redirect" title="Kondensationskern">Kondensationskerne</a> kann Wasser auch unter 0&nbsp;°C flüssig bleiben; auch diese unterkühlten Wolken werden <i>warme Wolken</i> genannt und sind nach Definition Wasserwolken.
</p><p>Das Anwachsen von Wolkentröpfchen zu Regentröpfchen allein durch das Aufsammeln von Wasserdampf (<a href="Dampfdiffusion" class="mw-redirect" title="Dampfdiffusion">Dampfdiffusion</a>)<sup id="cite_ref-unim_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-unim-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist wenig effizient und recht langsam. <i>siehe auch: <a href="Ostwald-Reifung" title="Ostwald-Reifung">Oswald Reifung</a></i>
</p><p>Daher gelten das Zusammenstoßen (Kollision) und nachfolgende Zusammenfließen (<a href="Koaleszenz" title="Koaleszenz">Koaleszenz</a>) von Wolkentröpfchen als weitere entscheidende Schritte bei der Entstehung von Regen. Zu Kollisionen kommt es, weil große Tropfen schneller absinken als kleine. Dennoch kommt es nicht immer zur Kollision; häufig werden kleine Tropfen von der Luftströmung um rasch fallende große Tropfen herumgeleitet. Erfolgt nach einer Kollision auch Koaleszenz, so spricht man von <i>Akkretion</i>, also einem Anwachsen durch Aufsammeln. Dabei führt nicht jede Kollision zwangsläufig zur Koaleszenz. Man spricht in diesem Zusammenhang von Kollisions- und Koaleszenzeffizienz. Die <i>Kollisionseffizienz</i> ist für Tropfen ähnlicher Größe mit einem Radius von mindestens 30&nbsp;µm sehr hoch, die <i>Koaleszenzeffizienz</i> hingegen ist höher bei Tropfen mit unterschiedlichen Radien. Große Tropfen kollidieren somit häufiger, bei einer Berührung stoßen sie sich jedoch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit wieder ab und bleiben dabei unverändert, wohingegen kleine Tropfen eher mit großen zusammenwachsen. Das Produkt aus Kollisions- und Koaleszenzeffizienz nennt man auch <i>Akkretionseffizienz</i>; (lat. <i>accretio</i> für Anwachsen) sie ist ein Parameter für die Regenwahrscheinlichkeit von Wolken. Je größer die Tropfen werden, desto schneller wachsen sie. Begünstigt wird dieser Prozess durch einen hohen Feuchtegehalt der Luft (<a href="Tropen" title="Tropen">Tropen</a>, <a href="Subtropen" title="Subtropen">Subtropen</a>) oder große Kondensationskerne, wie zum Beispiel in maritimen Luftmassen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wachstum_in_kalten_Wolken">Wachstum in kalten Wolken</h3></div>
<p>Wenn Wolken während ihres Lebenszyklus ganz oder nur teilweise aus <a href="Eis" title="Eis">Eispartikeln</a> bestehen, so werden sie <i>kalte Wolken</i> genannt.<sup id="cite_ref-BS8_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-BS8-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mischformen werden zum Teil auch als <i>kühle Wolken</i> bezeichnet. Der Wachstumsmechanismus ist jedoch gänzlich anders als in <i>warmen Wolken</i>.
</p><p>Zwischen unterkühlten Wassertropfen und dem Wasserdampf in ihrer Umgebung besteht ein Gleichgewicht. Wenn die Luft viel Feuchtigkeit enthält, wachsen die Tropfen an, in trockener Luft geben sie Wasser ab. Ein ähnliches Gleichgewicht gibt es zwischen Eiskristallen und Wasserdampf, mit dem Unterschied, dass Eiskristalle die Feuchtigkeit effizienter aufnehmen und weniger dazu neigen, sie wieder abzugeben. Sind in einer Wolke Eiskristalle in der Nähe unterkühlter Wassertropfen, so stellt eine Sättigung des Wasserdampfes bezüglich der Wassertropfen eine Übersättigung bezüglich der Eiskristalle dar. Die Eiskristalle wachsen durch Sublimation (techn. Resublimation) auf Kosten der Tropfen an (<a href="Bergeron-Findeisen-Prozess" title="Bergeron-Findeisen-Prozess">Bergeron-Findeisen-Prozess</a>). Es folgt eine Kettenreaktion, die Eiskristalle fallen schneller und zerbrechen bei Kollision mit Wassertropfen zu Splittern, die wiederum anwachsen und somit zur Vereisung der unterkühlten Wasserwolke führen. Am häufigsten vereisen Wolken in einem Temperaturbereich von rund −5&nbsp;°C bis −15&nbsp;°C, in diesem Bereich herrscht der maximale Unterschied zwischen dem Sättigungsdampfdruck über Wasser und dem über Eis (siehe dazu auch: <a href="Schnee#Kristallbildung" title="Schnee">Kristallbildung</a>). Damit es bei vereisten Wolken zu Regen (und nicht Schneefall, <a href="Graupel" title="Graupel">Graupel</a> etc.) kommt, müssen die Eispartikel beim Sinken wieder wärmere Luftschichten passieren und tauen. Dabei durchqueren sie unter Umständen nochmals Schichten von Wolken mit Wolkentropfen (bei unterkühlten Wolken oder Gewitter-Wolken) beziehungsweise Wasserdampf. Durch Akkretion wachsen sie dort weiter an, der Prozess ähnelt dann jenem in <i>warmen Wolken</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Messung">Messung</h2></div>
<p>Bei der Messung gefallenen Regens wird die Menge in Liter pro Quadratmeter oder, wie in der Meteorologie üblich, die Höhe in „<a href="Niederschlag#Niederschlagsmessung" title="Niederschlag">Millimetern</a>“ angegeben. Es gilt:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle {\frac {1\,\mathrm {l} }{1\,\mathrm {m} ^{2}}}={\frac {1\,\mathrm {dm} ^{3}}{1\,\mathrm {m} ^{2}}}={\frac {0{,}001\,\mathrm {m} ^{3}}{1\,\mathrm {m} ^{2}}}=0{,}001\,\mathrm {m} =1\,\mathrm {mm} }">
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<p>Ein Millimeter Niederschlagshöhe entspricht somit einem Liter Niederschlagsmenge auf einem Quadratmeter. Diese Angabe entspricht auch der Höhe, um die der Wasserspiegel in einem Auffanggefäß (z.&nbsp;B. einer leeren Konservendose) steigen würde.
</p><p>Der klassische <a href="Regenmesser" class="mw-redirect" title="Regenmesser">Regenmesser</a> ist daher auch ein Gefäß, das herabfallende Regentropfen auffängt. Aus der Wassermenge im Behälter und der Größe seiner Öffnung kann der Niederschlag berechnet werden. Die ersten Regenmessungen wurden vor etwa 2000 Jahren in Indien vorgenommen, in Europa verwendete man Regensammler zum ersten Mal im 17. Jahrhundert. In den 1670er Jahren bewies Pierre Perrault mit Hilfe eines Regenmessers den Zusammenhang zwischen Regen und der <a href="Abflussmenge" class="mw-redirect" title="Abflussmenge">Abflussmenge</a> von Bächen und Flüssen. Bei starkem Wind sind Regensammler ungenau und erfassen tendenziell zu geringe Regenmengen, da <a href="Turbulente_Str%C3%B6mung" title="Turbulente Strömung">Turbulenzen</a> Regentropfen vom Sammler wegtragen. Die ersten Regenmesser wurden auf Dächern montiert, heute stellt man sie in Bodennähe auf, um den Windeinfluss zu verringern. Größe und Form der offiziellen Regenmesser sind von Land zu Land unterschiedlich. Ihre Vereinheitlichung scheiterte bisher daran, dass dadurch die Vergleichbarkeit mit langjährigen Aufzeichnungen eingeschränkt würde.
</p><p>Neuere Methoden zur Regenmessung sind das <a href="Niederschlagsradar" title="Niederschlagsradar">Niederschlagsradar</a> und <a href="Wettersatellit" title="Wettersatellit">Wettersatelliten</a>, ein dichtes Netz von Regensammlern liefert allerdings genauere Werte.<sup id="cite_ref-Ward_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Ward-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weiterhin gibt es noch <a href="Regensensor" title="Regensensor">Regensensoren</a> – diese dienen nicht der Messung, sondern lediglich der Steuerung technischer Prozesse.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Regenformen">Regenformen</h2></div>
<table class="wikitable float-right">

<tbody><tr>
<td colspan="4">Definition ausschließlich nach Menge und zeitlichem Anfall<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2"><b><a href="Schauer" title="Schauer">Regenschauer</a></b><br><small>Niederschlagsmenge in <b>10&nbsp;Minuten</b></small>
</td>
<td colspan="2"><b>Regen</b><br><small>Niederschlagsmenge in einer <b>Stunde</b></small>
</td></tr>
<tr>
<th><small>Definition</small>
</th>
<th><small>Menge / 10 Min.</small>
</th>
<th><small>Definition</small>
</th>
<th><small>Menge / Stunde</small>
</th></tr>
<tr>
<td>leicht
</td>
<td>0,1 bis 0,4&nbsp;mm
</td>
<td>leicht
</td>
<td>0,1 bis 0,5&nbsp;mm
</td></tr>
<tr>
<td>mäßig
</td>
<td>0,4 bis 2&nbsp;mm
</td>
<td>mäßig
</td>
<td>0,5 bis 4&nbsp;mm
</td></tr>
<tr>
<td>stark
</td>
<td>2 bis 8&nbsp;mm
</td>
<td>stark
</td>
<td>4 bis 10&nbsp;mm
</td></tr>
<tr>
<td>sehr stark
</td>
<td>ab 8&nbsp;mm
</td>
<td>&nbsp;
</td>
<td>&nbsp;
</td></tr></tbody></table>
<p>Abhängig von meteorologischen und geografischen Bedingungen gibt es unterschiedliche Formen von Regen. Die Klassifikation von Regen kann nach Dauer oder Intensität beziehungsweise nach Entstehung, räumlichen Vorkommen, Wirkung am Boden oder dem Empfinden eines Betrachters erfolgen. Man kann ein und dasselbe Regenereignis in verschiedene Kategorien einordnen, abhängig von der Perspektive des Beobachters – hier einige Beispiele:<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Wenn der Meteorologe von einem länger anhaltenden <a href="#Frontregen_(stratiformer_Regen)">Frontregen</a> spricht, wird dieser von der Allgemeinbevölkerung landläufig eher als <a href="#Dauerregen">Dauerregen</a> betrachtet.</li>
<li>Konvektionsregen über den Tropen wird auch als <a href="#Tropenregen">Tropenregen</a> oder, wenn so gefühlt, als <a href="#Warmer_Regen">warmer Regen</a> aufgefasst.</li>
<li><a href="#Monsunregen">Monsunregen</a> ist von der Entstehung her <a href="#Steigungsregen">Steigungsregen</a> oder Frontregen, am Boden wird dabei oft <a href="#Starkregen">Starkregen</a> beobachtet.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Definition_nach_dem_primären_Entstehungsprozess"><span id="Definition_nach_dem_prim.C3.A4ren_Entstehungsprozess"></span>Definition nach dem primären Entstehungsprozess</h3></div>
<p>Im Allgemeinen entsteht Regen durch einen primären Entstehungsprozess, nach dem die Regenform benannt werden kann. Folgende Formen sind möglich:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Steigungsregen_(orografischer_Regen)"><span id="Steigungsregen_.28orografischer_Regen.29"></span><span id="Steigungsregen"></span> Steigungsregen (orografischer Regen)</h4></div>

<p><i>Steigungsregen (Steigungsniederschlag)</i> oder auch <i>Stauregen</i> (flüssige Form orografischen Niederschlags) entsteht, wenn Wind feuchte Luft vom Meer oder Flachland an Gebirgszügen oder anderen <a href="Orografie" class="mw-redirect" title="Orografie">orografischen Erhebungen</a> (<a href="Luv-Seite" class="mw-redirect" title="Luv-Seite">Luv-Seite</a>) aufsteigen lässt.<sup id="cite_ref-JBWW_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-JBWW-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Steigungsregen kommt in den Tropen, Subtropen und <a href="Gem%C3%A4%C3%9Figte_Klimazone" title="Gemäßigte Klimazone">gemäßigten Zonen</a> vor. Er kann Stunden bis wenige Tage andauern, in seltenen Fällen auch mehrere Wochen.
</p><p>Die Luft wird mit zunehmender Höhe immer weiter abgekühlt, dabei sinkt jedoch auch ihre <a href="S%C3%A4ttigung_(Physik)" title="Sättigung (Physik)">Wasserdampfkapazität</a> und die Lufttemperatur nähert sich immer weiter dem <a href="Taupunkt" title="Taupunkt">Taupunkt</a>. Zunächst kühlt sich die Luft nach dem Prinzip der <a href="Atmosph%C3%A4rischer_Temperaturgradient#Trockenadiabatischer_Temperaturgradient" title="Atmosphärischer Temperaturgradient">trockenadiabatischen Abkühlung</a> um ein Grad Celsius pro 100 Höhenmeter ab (<i>adiabatisch</i> bedeutet „ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung“, siehe <a href="Adiabatische_Zustands%C3%A4nderung" title="Adiabatische Zustandsänderung">Adiabatische Zustandsänderung</a>). Sobald eine relative <a href="Luftfeuchtigkeit" title="Luftfeuchtigkeit">Luftfeuchtigkeit</a> von 100 Prozent erreicht ist, kühlt sich die Luft nach dem Prinzip der feuchtadiabatischen Abkühlung nur noch um ungefähr 0,6&nbsp;°C pro 100 Meter ab. Dabei <a href="Kondensation" title="Kondensation">kondensiert</a> der Wasserdampf der Luftmasse unter Freisetzung der enthaltenen <a href="Kondensationsenthalpie" class="mw-redirect" title="Kondensationsenthalpie">Kondensationsenthalpie</a> zu Wasser (Wolkentröpfchen), was zur <a href="Wolke" title="Wolke">Wolkenbildung</a> führt. Je nach Intensität der Aufwärtsströmung kommt es in der Folge oft zu heftigen <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlägen</a>. Diese konzentrieren sich an den jeweiligen orografischen Hindernissen, wo oft hohe Niederschlagsmengen erreicht werden.
</p><p>Nach der <a href="F%C3%B6hn#Thermodynamische_Föhntheorie" title="Föhn">Thermodynamischen Föhntheorie</a> kann der weitere Verlauf wie folgt aussehen: Auf der windabgewandten Lee-Seite erwärmt sich die absinkende Luft, sofern sie komplett ausgeregnet ist, wieder trocken<a href="Adiabatische_Zustands%C3%A4nderung" title="Adiabatische Zustandsänderung">adiabatisch</a> um ein Grad Celsius pro 100 Meter, also schneller als die Abkühlung beim Aufstieg erfolgte. Das kann in tiefen Lagen zu einer wärmeren Luftströmung auf der <a href="Lee-Seite" class="mw-redirect" title="Lee-Seite">Lee-Seite</a> führen, die als <a href="F%C3%B6hn" title="Föhn">Föhn</a> bekannt ist.
</p><p>Gebirge und andere geografische Erhöhungen haben aufgrund dieser Vorgänge und allgemein vorherrschender Hauptwindrichtungen meist eine Regen- oder <a href="Wetterseite" title="Wetterseite">Wetterseite</a> mit erhöhter Niederschlagsintensität. Das kann in den gemäßigten Breiten ebenfalls zur Entstehung von <a href="Regenwald" title="Regenwald">Regenwäldern</a> führen, man spricht dann vom <i><a href="Gem%C3%A4%C3%9Figter_Regenwald" title="Gemäßigter Regenwald">gemäßigten Regenwald</a></i>. Die Gebiete auf der windabgewandten Seite des Gebirges erhalten weniger Niederschläge, sie liegen aufgrund des Lee-Effekts im <a href="Regenschatten" title="Regenschatten">Regenschatten</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konvektionsregen">Konvektionsregen</h4></div>
<p><i>Konvektionsregen</i> ist Regen aus Wolken, die sich aufgrund von Konvektionsströmungen bilden. Konvektionsregen kommt vornehmlich in den <a href="Tropen" title="Tropen">Tropen</a> und <a href="Subtropen" title="Subtropen">Subtropen</a>, zur warmen Jahreszeit aber auch in den gemäßigten Breiten, also auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Abhängig von der geografischen Lage, kann er zwischen mehreren Minuten (Wolkenbrüche) und mehreren Tagen (Tropenregen) dauern.<sup id="cite_ref-JBWW_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-JBWW-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei warmer Witterung verdunsten große Mengen des im Boden oder auf Wasserflächen vorhandenen Wassers. Die dabei entstehenden bodennahen feuchten Luftmassen werden, aufgrund von ebenfalls durch die Wärme am Boden verursachten Luftströmungen (Wärmeströmungen), in die Höhe transportiert. Erreichen sie ihre Sättigung, so bilden sich Wolken. Die Größe und Art der gebildeten Wolken hängen von der Intensität der Strömungen, der Luftmasse und ihrer Feuchtigkeit, der Temperatur und Bodenbeschaffenheiten (Geografie) ab. Bei optimalen Bedingungen bilden sich so in nur wenigen Stunden oft sehr starke Konvektionsgewitter. Diese treten vor allem in tropischen, aber auch vielen anderen Gebieten der Erde (speziell zur warmen Jahreszeit), häufig am frühen bis späteren Nachmittag auf. Je nach Intensität, Anzahl der Kondensationskeime in der Luft und vorhandener feuchter Luftmassen können sich kleine Wolken oder äußerst große <a href="Gewitter#Superzellengewitter" title="Gewitter">Gewitterwolken</a> bilden.
</p><p>Der Lebenszyklus einer konvektiven Zelle lässt sich in drei Phasen aufteilen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der 40–60 Minuten langen <i>Wachstumsphase</i> wird der Aufwind initialisiert und Kondensation tritt ein. In der <i>Reifephase</i> setzen Niederschlag und Abwinde ein und weitere Gewittererscheinungen wie Hagel oder Blitzschlag sind möglich. In der zwischen 30 Minuten und 2 Stunden andauernden <i>Auflösephase</i> zerfällt die Zelle wieder.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Frontregen_(stratiformer_Regen)"><span id="Frontregen_.28stratiformer_Regen.29"></span>Frontregen (stratiformer Regen)</h4></div>

<p><i>Frontregen</i> (Zyklonenregen, stratiformer Regen) entsteht in einer Warm- oder Kalt<a href="Front_(Meteorologie)" title="Front (Meteorologie)">front</a> und kommt in den Subtropen und gemäßigten Zonen vor.<sup id="cite_ref-LFM_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-LFM-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Dauer des Frontregens ist unmittelbar abhängig von der Aufenthaltsdauer der Front über dem Beobachtungsstandort und von der <a href="Temperaturdifferenz" class="mw-redirect" title="Temperaturdifferenz">Temperaturdifferenz</a> an der Front. Frontregen wandert mit der Front mit, Frontregen tritt auch an der Rückseite von Wolkenfeldern auf, die durch Winde anderer <a href="Mitteltemperatur" class="mw-redirect" title="Mitteltemperatur">Mitteltemperatur</a> in ein Frontensystem <i>geschoben</i> werden. Dann setzt der Regen kurzzeitig ein, wenn kurz vor Ende der Passage des Wolkenfeldes der Himmel bereits wieder aufklart.
</p><p>Frontregen tritt auf, wenn warme und feuchte Luftmassen (oft aus <a href="Tropen" title="Tropen">tropischen</a> Gebieten) auf kalte (<a href="Polargebiet" title="Polargebiet">polare</a>) Luftmassen treffen. Bei einer Warmfront gleitet die leichtere Warmluft auf die schwerere Kaltluft auf, bei einer Kaltfront schiebt sich die schwerere Kaltluft unter die vorhandene Warmluft.
</p><p>Beim Aufsteigen kühlt sich die feuchtwarme Luft ab, der gespeicherte Wasserdampf kondensiert, Wolken bilden sich und es regnet. Das Entstehungsprinzip ähnelt dem des Steigungsregens, mit dem Unterschied, dass Luftmassen statt fester Hindernisse den Transport der feuchten Luft in die Höhe bewirken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ergänzende_Formen"><span id="Erg.C3.A4nzende_Formen"></span>Ergänzende Formen</h3></div>
<p>Diese Formen beschreiben meist die Auswirkung und das Empfinden durch den Beobachter am Boden, der primäre Entstehungsprozess wird bei der Betrachtung meist vernachlässigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Dauerregen_(Landregen)"><span id="Dauerregen_.28Landregen.29"></span><span id="Dauerregen"></span>Dauerregen (Landregen)</h4></div>
<p>Als <i>Dauerregen</i> oder <i>Landregen</i> bezeichnet man ein lang andauerndes Niederschlagsereignis. In den gemäßigten Breiten fällt er fast ausschließlich aus <a href="Nimbostratus" title="Nimbostratus">Nimbostratus</a>wolken.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dauerregen kann in den Tropen, Subtropen und gemäßigten Breiten beobachtet werden und mehrere Stunden bis Tage dauern, selten jedoch auch mehrere Wochen. In den gemäßigten Breiten tritt er meist im Zusammenhang mit einer <a href="Warmfront" title="Warmfront">Warmfront</a>passage auf. Die jeweilige Definition eines Dauerregens kann je nach <a href="Klimagebiet" class="mw-redirect" title="Klimagebiet">Klimagebiet</a> unterschiedlich sein. In Mitteleuropa spricht man im Allgemeinen dann von einem Dauerregen, wenn er mit ununterbrochenen Regenfällen und einer Intensität von über 0,5&nbsp;Millimeter <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlag</a> pro Stunde über einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden anhält.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Starkregen">Starkregen</h4></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Starkregen" title="Starkregen">Starkregen</a></i></div>
<p>Mit <i>Starkregen</i> werden in der <a href="Meteorologie" title="Meteorologie">Meteorologie</a> große Mengen Regen bezeichnet, die in kurzer Zeit fallen. Diese Art des Regens ist somit nach seiner Intensität und Dauer definiert. Starkregen kommt in den Tropen, Subtropen und gemäßigten Breiten vor und kann von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden dauern. Die DIN 4094-3 von 1994 definiert Starkregen variabel, ohne dabei eine konkrete Niederschlagsmenge zu nennen:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Regen, der im Verhältnis zu seiner Dauer eine hohe Niederschlagsintensität hat und daher selten auftritt, z.&nbsp;B. im Mittel höchstens zweimal jährlich.“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>

<p>In der Praxis gilt ein Regen als Starkregen, wenn mindestens 5&nbsp;<a href="Liter" title="Liter">Liter</a> auf den <a href="Quadratmeter" title="Quadratmeter">Quadratmeter</a> in 5&nbsp;Minuten oder mehr als 17&nbsp;Liter pro Quadratmeter in einer Stunde gefallen sind.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Starkregenereignisse können jedoch wesentlich heftiger ausfallen. Ereignisse bei <a href="Gewitter" title="Gewitter">Gewittern</a>, bei denen in 30 Minuten 30&nbsp;Liter auf den Quadratmeter fallen, sind in Mitteleuropa relativ selten, können aber unter Umständen bereits durch <a href="%C3%9Cberschwemmung" title="Überschwemmung">Überschwemmungen</a> zu überfluteten Kellern führen. Je stärker und länger anhaltend diese Ereignisse sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens. Kurze, aber heftige Niederschläge sind wahrscheinlicher als langanhaltende kräftige Niederschläge, die in wenigen Tagen in Mitteleuropa bis zu 200&nbsp;mm Niederschlag bringen können. Länger anhaltender Starkregen fällt in Europa insbesondere bei <a href="Vb-Wetterlage" class="mw-redirect" title="Vb-Wetterlage">Vb-Wetterlagen</a> (sprich „5&nbsp;b“).
</p><p><b>Beispiele</b>
</p>
<ul><li>Am 26. November 1970 fielen 38&nbsp;Liter Regen pro Quadratmeter in einer Minute auf <a href="Basse-Terre_(Insel)" title="Basse-Terre (Insel)">Basse-Terre</a>, einem Inselteil von <a href="Guadeloupe" title="Guadeloupe">Guadeloupe</a>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Am 11. Juni 2018 fielen in <a href="Lausanne" title="Lausanne">Lausanne</a> 41&nbsp;l/m² in zehn Minuten.<sup id="cite_ref-meteoschweiz_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-meteoschweiz-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Am 6. Juni 2011 fielen in einigen Stadtteilen Hamburgs 80&nbsp;Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 45&nbsp;Minuten.</li>
<li>Am 3. Juli 1975 fielen in Shangdi in der Provinz <a href="Innere_Mongolei" title="Innere Mongolei">Innere Mongolei</a> in China 401&nbsp;Liter auf den Quadratmeter in einer Stunde.</li>
<li>Am 28. August 1997 fielen in <a href="Locarno" title="Locarno">Locarno</a>-Monti 91,2&nbsp;l/m² in einer Stunde.<sup id="cite_ref-meteoschweiz_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-meteoschweiz-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Am 26. August 2022 fielen im Bereich des Berliner Flughafens (<a href="Flughafen_Berlin_Brandenburg" title="Flughafen Berlin Brandenburg">BER</a>) innerhalb einer Stunde 52 Liter Regen pro Quadratmeter.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Am 28. Juli 2014 hat es in <a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster</a> 292&nbsp;l/m² innerhalb von sieben Stunden geregnet.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Im Juli 2021 verursachte das Tief „Bernd“ Starkregen an vielen Orten und dann großflächigen Starkregen. Am 14. Juli gab es zwischen der Kölner Bucht und der Eifel einen Jahrhundertregen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über 100 Liter Regen pro Quadratmeter fielen innerhalb von 24 Stunden auf den vielerorts durchnässten Boden. In Deutschland <a href="Hochwasser_in_West-_und_Mitteleuropa_2021#Deutschland" title="Hochwasser in West- und Mitteleuropa 2021">starben 184 Menschen</a>, 133 davon im <a href="Landkreis_Ahrweiler" title="Landkreis Ahrweiler">Landkreis Ahrweiler</a>, als Flutwellen der Ahr und einiger ihrer Nebenflüsse Orte im <a href="Ahrtal" title="Ahrtal">Ahrtal</a> stark beschädigten.</li>
<li>Am 26. Juli 2008 fielen im Westen der Stadt <a href="Dortmund" title="Dortmund">Dortmund</a> innerhalb von einer Stunde 119 l/m². Nach rund vier Stunden Gewitter mit Starkregen und Hagel waren rund 203 l/m² gefallen. Der Starkregen führte zu massiven Überschwemmungen und Zerstörungen auf dem <a href="Technische_Universit%C3%A4t_Dortmund" title="Technische Universität Dortmund">Universitätscampus</a>, dem <a href="Technologiepark_Dortmund" title="Technologiepark Dortmund">Technologiepark Dortmund</a> und in den Stadtteilen Dorstfeld, Marten, Oespel und Schönau.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Der <a href="Deutscher_Wetterdienst" title="Deutscher Wetterdienst">Deutsche Wetterdienst</a> (DWD) weist in seinen Wetterbilanzen seit 2001 Starkregen als eigene Kategorie aus.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Gefährdung_von_Wohngebäuden"><span id="Gef.C3.A4hrdung_von_Wohngeb.C3.A4uden"></span>Gefährdung von Wohngebäuden</h5></div>
<p>Der <a href="Gesamtverband_der_Deutschen_Versicherungswirtschaft" title="Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft">Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft</a> (GDV) weist nach seinem gemeinsam mit dem DWD durchgeführten und Ende 2019 veröffentlichten <i><a href="Forschungsprojekt" title="Forschungsprojekt">Forschungsprojekt</a> Starkregen</i><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> drei „Starkregengefährdungsklassen“ (SGK) für Gebäude aus;<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dabei wurden die 50 einwohnerstärksten Städte Deutschlands betrachtet: Hernach liegen in <a href="Wuppertal" title="Wuppertal">Wuppertal</a> die meisten Gebäude in entsprechend gefährdeten Gebieten, nämlich jedes siebte Haus; <a href="Freiburg_im_Breisgau" title="Freiburg im Breisgau">Freiburg im Breisgau</a> landet hier auf Platz 2, <a href="Chemnitz" title="Chemnitz">Chemnitz</a> auf 3.
</p><p>Deutschlandweit liegen hier knapp 12&nbsp;% aller Adressen in der SGK 3, etwa 66&nbsp;% in der SGK 2 und fast 23&nbsp;% in der SGK 1. In <a href="Th%C3%BCringen" title="Thüringen">Thüringen</a> sind fast 25&nbsp;% der Gebäude in die SGK 3 eingeordnet; damit liegt der <a href="Freistaat_(Republik)" title="Freistaat (Republik)">Freistaat</a> im Ranking der <a href="Deutsche_Bundesl%C3%A4nder" class="mw-redirect" title="Deutsche Bundesländer">deutschen Bundesländer</a> auf Platz 1 vor <a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a> und <a href="Rheinland-Pfalz" title="Rheinland-Pfalz">Rheinland-Pfalz</a>, <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">Schleswig-Holstein</a> und <a href="Mecklenburg-Vorpommern" title="Mecklenburg-Vorpommern">Mecklenburg-Vorpommern</a> liegen hier am Ende der Tabelle.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Zonierungssystem_f%C3%BCr_%C3%9Cberschwemmung%2C_R%C3%BCckstau_und_Starkregen" title="Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen">Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen</a></div><p> (ZÜRS Geo)
</p><div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Starkregen_der_Klimazonen">Starkregen der Klimazonen</h5></div>
<p>In den Tropen ist die Neigung zu Starkregen sehr hoch, insbesondere während der <a href="Regenzeit" title="Regenzeit">Regenzeit</a> in der <a href="Innertropische_Konvergenzzone" title="Innertropische Konvergenzzone">innertropischen Konvergenzzone</a>. Auch <a href="Tropischer_Wirbelsturm" title="Tropischer Wirbelsturm">tropische Wirbelstürme</a> führen zu hohen Niederschlagsmengen, vor allem über dem Meer und an den Küsten. In vegetationsarmen Gebieten der <a href="Wechselfeuchte_Tropen" class="mw-redirect" title="Wechselfeuchte Tropen">wechselfeuchten Tropen</a> und <a href="Arides_Klima" title="Arides Klima">trockenen</a> <a href="Subtropen" title="Subtropen">Subtropen</a> können durch Starkregen („Ruckregen“) katastrophale, stark abtragende <a href="Schichtflut" title="Schichtflut">Schichtfluten</a> ausgelöst werden <i>(siehe auch <a href="Wadi" title="Wadi">Wadi</a>)</i>. In Europa sind vor allem Staulagen in Mittel- und Hochgebirgen betroffen. In küstennahen <a href="Seeklima" title="Seeklima">Seeklimaten</a> der gemäßigten Zone treten Starkregenereignisse seltener auf.
</p><p>Die seit 1998 bekannten <a href="Atmosph%C3%A4rischer_Fluss" title="Atmosphärischer Fluss">atmosphärischen Flüsse</a><sup id="cite_ref-ZhuNewell1998_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-ZhuNewell1998-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> können große Wassermengen in nicht-tropische Küstengebiete der Ozeane verlagern und dort extreme Starkregen erzeugen, wie sie beispielsweise im <a href="Arkstorm" title="Arkstorm">Arkstorm</a>-Szenario des <a href="United_States_Geological_Survey" title="United States Geological Survey">United States Geological Survey</a> verarbeitet werden.<sup id="cite_ref-Spiegel20130204_27-0" class="reference"><a href="#cite_note-Spiegel20130204-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Starkregen_und_Klimawandel">Starkregen und Klimawandel</h5></div>
<p>Im Zusammenhang mit der weltweiten <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">globalen Erwärmung</a> durch die anthropogene Zunahme von <a href="Treibhausgas" title="Treibhausgas">Treibhausgasen</a> in der Atmosphäre wird auch eine mögliche Zunahme von Starkregenereignissen diskutiert. Dabei zeigte sich 2011 in einer Studie des <a href="Gesamtverband_der_Deutschen_Versicherungswirtschaft" title="Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft">Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft</a> (GDV), dass es regionale Unterschiede gibt. So ist im Süden Deutschlands eine Zunahme zu beobachten, während die Zahl der Ereignisse in Norddeutschland rückläufig ist.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2016 wurde bestätigt, dass mit steigender <a href="Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re" title="Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre">CO<sub>2</sub>-Konzentration in der Atmosphäre</a> die Starkniederschläge zunehmen.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Platzregen">Platzregen</h4></div>

<p><i>Platzregen</i> bezeichnet einen Regen, der sich zeitlich und räumlich nur auf einem kleinen Gebiet abregnet. Er dauert meistens nur wenige Minuten und betrifft oft weniger als einen Quadratkilometer. Das Gebiet ist dabei durch seine Topografie nicht besonders prädestiniert für Regen, so dass es in der Regel weder vorhersehbar noch im Nachhinein erklärbar ist, warum sich diese einzelne Wolke ausgerechnet hier und jetzt abregnet, eine benachbarte Wolke aber nicht. Typische Wetterlagen, die das Auftreten von <i>Platzregen</i> befördern, sind die Rückseiten von langsam durchziehenden Kaltfronten, die noch von der Warmfront übriggebliebene Wolkenreste zum Abregnen bringen. Ebenso können starke Vertikalbewegungen der Luft zum Abregnen von an sich stabilen Wolken führen. <i>Platzregen</i> können sehr heftig sein <i>(Starkregen)</i> und sind dann schwer vom <a href="Schauer" title="Schauer">Schauer</a> abzugrenzen. Im Gegensatz zu den verschiedenen Arten des Schauers ist der <i>Platzregen</i> aber nicht frühzeitig an seiner Wolkenentwicklung erkennbar. Je nach regionaler Gepflogenheit wird umgangssprachlich nicht zwischen Schauer und <i>Platzregen</i> unterschieden. Trotzdem werden <i>Platzregen</i> auch mit Formulierungen wie „heiter bis wolkig mit möglicher lokaler Schauertätigkeit“ oder „örtliche Schauerneigung“ angekündigt. Bei <a href="Wettervorhersage#Erstellung" title="Wettervorhersage">Wettervorhersagen</a> gibt es ein Symbol für Schauer und eines für Regen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sprühregen"><span id="Spr.C3.BChregen"></span>Sprühregen</h4></div>
<p><i>Sprühregen</i> oder <i>Nieselregen</i> wird nach seiner Form definiert. Er kommt in der <a href="Antarktis" title="Antarktis">Antarktis</a>,<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> den Tropen, Subtropen und gemäßigten Breiten vor und kann, abhängig vom Hauptereignis, Stunden bis Tage dauern. Sprühregen besteht aus kleinen <a href="Regentropfen" class="mw-redirect" title="Regentropfen">Tröpfchen</a>, die üblicherweise aus <a href="Stratus" title="Stratus">Stratuswolken</a> fallen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Tröpfchen haben einen Durchmesser, der kleiner als 0,5 Millimeter ist. Die Sicht ist bei Sprühregen oft eingeschränkt. Sprühregenschauer kommen nur über der See vor, fallen aus <a href="Stratocumulus" title="Stratocumulus">Stratocumuluswolken</a> und werden auch als Miniaturschauer bezeichnet. Bei einer Niederschlagsintensität von bis zu 0,2 Millimeter je Stunde spricht man von einem <i>leichten</i>, bei 0,2 bis 0,5 Millimeter je Stunde von einem <i>mäßigen</i> und bei über 0,5 Millimeter je Stunde von einem <i>starken</i> Sprühregen. In <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>, insbesondere im <a href="Salzkammergut" title="Salzkammergut">Salzkammergut</a>, wird ein wegen der <a href="Nordstaulage" class="mw-redirect" title="Nordstaulage">Nordstaulage</a> meist länger anhaltender <i>Nieselregen</i> auch <i><a href="Schn%C3%BCrlregen" title="Schnürlregen">Schnürlregen</a></i> genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Unterkühlter_Regen_(Klareis)"><span id="Unterk.C3.BChlter_Regen_.28Klareis.29"></span>Unterkühlter Regen (Klareis)</h4></div>
<p><span id="Unterk.C3.BChlter_Regen"></span><span id="Unterkühlter_Regen"></span><span id="Glatteis"></span>
</p>

<p><i>Unterkühlter Regen</i> (allgemein <i><a href="Eisregen" title="Eisregen">Eisregen</a></i> und <i>Blitzeis</i>, wie das Folgende) besteht aus <a href="Unterk%C3%BChlung_(Thermodynamik)" title="Unterkühlung (Thermodynamik)">unterkühlten</a> Regentropfen, die wesentlich kälter als 0&nbsp;°C sind, in flüssigem Zustand fallen und die beim Auftreffen sofort gefrieren (<a href="Klareis" title="Klareis"><i>Klareis</i> oder <i>Glatteis</i></a> im engeren Sinne, <i>Glaze</i>).<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er wird nach seiner Form und Wirkung am Boden definiert und kann am ehesten in den <a href="Subpolares_Klima" title="Subpolares Klima">Subpolargebieten</a>, im Winter auch in den gemäßigten Breiten, vorkommen.<sup id="cite_ref-ww2010_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-ww2010-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unterkühlte Tropfen entstehen, wenn saubere Regentropfen durch kalte und sehr reine Luftschichten fallen, wobei sie sich bis weit unter 0&nbsp;°C abkühlen, jedoch mangels <a href="Kristallisationskeim" class="mw-redirect" title="Kristallisationskeim">Kristallisationskeimen</a> flüssig bleiben. Trifft so ein unterkühlter Regentropfen auf ein festes Hindernis, nutzt er dies als Kristallisationskeim und gefriert schlagartig, so dass beregnete Gegenstände schon nach kurzer Zeit von einem bis zu mehrere Zentimeter starken kompakten Eispanzer bedeckt sind.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf Fahrbahnen führt Eisregen wie gefrierender Regen zu gefährlicher <a href="Stra%C3%9Fengl%C3%A4tte" class="mw-redirect" title="Straßenglätte">Straßenglätte</a>, auf der selbst Autos mit <a href="Winterreifen" class="mw-redirect" title="Winterreifen">Winterreifen</a> kaum Halt finden. Gelegentlich kommt es nach Eisregen zum Bruch von <a href="Freileitungsmast" title="Freileitungsmast">Freileitungsmasten</a>, wenn diese dem zusätzlichen Gewicht des Eispanzers auf den Leiterseilen nicht mehr standhalten.
</p><p>Treffen einige der unterkühlten Regentropfen bereits in der Luft auf Kristallisationskeime (zum Beispiel Staubkörner), ist der Eisregen mit Eiskörnern durchsetzt.
</p><p>Im Gegensatz zu Eis- oder gefrierendem Regen stehen bereits gefrorene Niederschläge wie <a href="Hagel" title="Hagel">Hagel</a>, <a href="Graupel" title="Graupel">Graupel</a> und Griesel oder <a href="Schnee" title="Schnee">Schnee</a>. Diese entstehen bereits in den Wolken und fallen als fester Niederschlag zu Boden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gefrierender_Regen_(Raueis)"><span id="Gefrierender_Regen_.28Raueis.29"></span>Gefrierender Regen (Raueis)</h4></div>
<p><span id="Gefrierender_Regen"></span>
<i>Gefrierender Regen</i> (allgemein <i><a href="Eisregen" title="Eisregen">Eisregen</a></i> und <i>Blitzeis</i>, wie das Vorhergehende) hat seinen Namen nach der Wirkung am Boden, es entsteht beim Auftreffen auf dem Boden dann plötzliches <i><a href="Raueis" title="Raueis">Raueis</a></i>.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Solche Ereignisse kommen primär in den gemäßigten Breiten und Subpolargebieten vor und können einige Minuten bis wenige Stunden dauern. In den Tropen und Subtropen kann gefrierender Regen nur im Gebirge auftreten. Gefrierender Regen hat eine Temperatur von über 0&nbsp;°C, ist also nicht unterkühlt, und gefriert erst nach dem Auftreffen auf eine wesentlich kältere Oberfläche. Diese bildet oft ein nicht durch eine <a href="Schnee" title="Schnee">Schneedecke</a> isolierter Boden, der über einen längeren Zeitraum hinweg bei starkem <a href="Frost" title="Frost">Frost</a> bis in tiefe Lagen ausgekühlt ist. „Gefrierender Regen“ und „Eisregen“ werden oft fälschlich für bedeutungsgleich gehalten.<sup id="cite_ref-schulwetter_36-0" class="reference"><a href="#cite_note-schulwetter-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Massives Glatteis auf Fahrbahnen ist in den gemäßigten Breiten oft durch gefrierenden Regen verursacht<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (weitaus häufiger aber durch <a href="%C3%9Cberfrierender_Nebel" class="mw-redirect" title="Überfrierender Nebel">überfrierende Luftfeuchtigkeit oder Nebel</a>). Gefährlich ist gefrierender Regen auch für Flugzeuge, da die Eisschicht das Flugzeug schwerer macht (und dadurch den Verbrauch des vor dem Start wohlkalkulierten Treibstoffs und das <a href="Flugzeuggewicht" title="Flugzeuggewicht">Landegewicht</a> erhöht) und das <a href="Profil_(Fl%C3%BCgel)" class="mw-redirect" title="Profil (Flügel)">Tragflächenprofil</a> verändert, was den <a href="Dynamischer_Auftrieb" title="Dynamischer Auftrieb">Auftrieb</a> der Flügel vermindert (siehe <a href="Flugzeugenteisung" title="Flugzeugenteisung">Flugzeugenteisung</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Warmer_Regen">Warmer Regen</h4></div>
<p><i>Warmer Regen</i> ist nach seiner Wirkung am Boden (gefühlte Temperatur durch den Beobachter) definiert. Er entsteht, wenn tief liegende, warme und feuchte Luftmassen nur gering angehoben werden müssen, um ihre Sättigung zu erreichen, und sich dabei fast nicht abkühlen. Dieses Phänomen kann am ehesten in den Tropen und Subtropen, in den Sommermonaten fallweise auch in gemäßigten Breiten beobachtet werden. Warmer Regen tritt in gemäßigten Breiten meist bei Front- oder Steigungsregen auf. In den Tropen hingegen kann er sich auch unabhängig davon bilden, wenn warme, bodennahe und feuchte Luftmassen durch geringe lokale Strömungen (oder Konvektion) erneut angehoben werden.
</p><p>Ein wärmeres Klima soll demzufolge mehr warmen Regen nach sich ziehen, das begünstigt extremere Wetterereignisse. Laut einer Studie entfallen momentan rund 31 Prozent des gesamten globalen Niederschlags auf warmen Regen, in den Tropen sogar 72 Prozent.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lokale_Formen">Lokale Formen</h3></div>
<p>Lokale Formen sind Regenereignisse bzw. Regenformen, die an ganz bestimmte Gebiete der Erde gebunden sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Tropenregen">Tropenregen</h4></div>
<p>Allgemein versteht man unter einem <i>Tropenregen</i> einen oft lange anhaltenden warmen Regen mit mäßiger Intensität, der in den Tropen oder Subtropen vorkommt. Er kann durch unterschiedliche Prozesse gebildet werden, als Hauptursachen gelten jedoch <a href="Zenitalregen" class="mw-redirect" title="Zenitalregen">Zenitalregen</a> der <a href="Innertropische_Konvergenzzone" title="Innertropische Konvergenzzone">ITC</a> und Steigungs- oder Konvektionsprozesse in der <a href="Sekund%C3%A4re_innertropische_Konvergenz" title="Sekundäre innertropische Konvergenz">sekundären ITC</a>, in manchen Fällen auch Ausläufer von <a href="Tropischer_Wirbelsturm" title="Tropischer Wirbelsturm">tropischer Wirbelstürmen</a>. <a href="Alexander_von_Humboldt" title="Alexander von Humboldt">Alexander von Humboldt</a> beschrieb Tropenregen als Konvektionsregen, der nur innerhalb der Wendekreise vorkommt.<sup id="cite_ref-WCW_40-0" class="reference"><a href="#cite_note-WCW-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seiner und der allgemeinen<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Definition zufolge befinden sich tropische Regenwälder im Gebiet des Tropenregens. In der Literatur wird aber warmer Regen teilweise mit Tropenregen gleichgesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Monsunregen">Monsunregen</h4></div>
<p><i><a href="Monsunregen" title="Monsunregen">Monsunregen</a></i> wird durch den <a href="Monsun" title="Monsun">Monsun</a> hervorgerufen und kommt vor allem im Raum des <a href="Indischer_Ozean" title="Indischer Ozean">Indischen Ozeans</a> (Indien, <a href="Bangladesch" title="Bangladesch">Bangladesch</a>, Ost-<a href="Australien" title="Australien">Australien</a>, <a href="Ostafrika" title="Ostafrika">Ostafrika</a>, das <a href="Dhofar" title="Dhofar">Dhofar</a> auf der <a href="Arabische_Halbinsel" title="Arabische Halbinsel">Arabischen Halbinsel</a>) vor.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bezeichnung Tropenregen wird oft auch für monsunartigen Regen verwendet. Laut Definition handelt es sich bei Monsunregen um ein langfristiges Ereignis, das nach seiner Entstehungsform am ehesten dem Stauregen zuzuordnen ist. Monsunregen fällt über eine Periode von mehreren Wochen. Dabei sind mehrere abgesetzte und wenige Stunden dauernde, intensive Regenereignisse am Tag typisch.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er kann jedoch als leichter Dauerregen auftreten (siehe <a href="Monsun#Regionale_Monsunphänomene" title="Monsun">Regionale Monsunphänomene</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zusammensetzung">Zusammensetzung</h2></div>
<p>Hauptbestandteil von Regen ist <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a> in flüssiger Form. Das Wasser kann eine Temperatur zwischen −40&nbsp;<a href="Grad_Celsius" title="Grad Celsius">°C</a> (unterkühlt, aber nicht gefroren) und über 20&nbsp;°C haben. Daneben kann der Regen je nach Entstehungsort weitere chemische Elemente und Verbindungen enthalten. Die Anreicherung des Regens mit zusätzlichen Stoffen reinigt die Luft, kann aber für das Regenwasser die Verunreinigung mit unerwünschten Substanzen mit sich bringen.
</p><p>Die im Regen enthaltenen Stoffe können sowohl natürlichen Ursprungs als auch <a href="Anthropogen" title="Anthropogen">anthropogen</a>, das heißt vom Menschen verursacht, sein.
</p><p>Mit aufgewirbelter <a href="Gischt" title="Gischt">Gischt</a> gelangen <a href="Natrium" title="Natrium">Na<sup>+</sup></a>, <a href="Chloride" title="Chloride">Cl<sup>−</sup></a>, <a href="Magnesium" title="Magnesium">Mg<sup>2+</sup></a> und <a href="Kalium" title="Kalium">K<sup>+</sup></a> als Seesalz-Aerosol in die Atmosphäre. Im Regenwasser nehmen die Konzentrationen dieser <a href="Ion" title="Ion">Ionen</a> landeinwärts ab. Dagegen stammen <a href="Calcium" title="Calcium">Ca<sup>2+</sup></a>, <a href="Ammonium" title="Ammonium">NH<sub>4</sub><sup>+</sup></a>, <a href="Hydrogencarbonate" title="Hydrogencarbonate">HCO<sub>3</sub><sup>−</sup></a> und <a href="Nitrate" title="Nitrate">NO<sub>3</sub><sup>−</sup></a> im Niederschlag überwiegend aus dem über Landoberflächen fortgewehten Staub.<sup id="cite_ref-Ward_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Ward-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund des gelösten <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlenstoffdioxids</a> hat unbelastetes Regenwasser einen <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wert</a> von 5,6. In erster Linie natürlichen Ursprungs sind auch die im Regenwasser enthaltenen Spuren von Sauerstoff, Stickstoff, Ozon, <a href="Pollen" title="Pollen">Pollen</a> und einigen organischen Verbindungen, z.&nbsp;B. <a href="Ameisens%C3%A4ure" title="Ameisensäure">Ameisensäure</a>.
</p><p>Durch den Menschen gelangen weitere <a href="Emission_(Umwelt)" title="Emission (Umwelt)">Emissionen</a> in die Atmosphäre, wie etwa Staub, Rauch und Verbrennungsabgase aus Industrie, Verkehr und <a href="Hausbrand_(Brennstoff)" title="Hausbrand (Brennstoff)">Hausbrand</a>. Sie können direkt oder in Form ihrer Umwandlungsprodukte die Zusammensetzung des Regenwassers beeinflussen. Konkret wurden z.&nbsp;B. die weit verbreiteten <a href="Per-_und_polyfluorierte_Alkylverbindungen" title="Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen">per- und polyfluorierten Alkylverbindungen</a> (PFAS) weltweit im Regen nachgewiesen, so dass von einer ungereinigten Verwendung als <a href="Trinkwasser" title="Trinkwasser">Trinkwasser</a> abgeraten wird.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch radioaktive Emissionen in Form von Partikeln und Gas können mit dem Wind verfrachtet und Tage später mit Regen aus der Luft gewaschen und niedergeschlagen werden, z.&nbsp;B. nach der <a href="Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl" title="Nuklearkatastrophe von Tschernobyl">Nuklearkatastrophe von Tschernobyl</a> 1986 in Teilen Europas.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Saurer_Regen">Saurer Regen</h3></div>
<p>In den überwiegend von Menschen verursachten Emissionen kommen auch Stoffe vor, die mit Wasser eine neue Verbindung eingehen können und Regen zu einer leicht sauren Lösung machen. <a href="Schwefeloxid" class="mw-redirect" title="Schwefeloxid">Schwefeloxide</a> (SO<sub>2</sub>) bilden mit Wasser <a href="Schweflige_S%C3%A4ure" title="Schweflige Säure">Schweflige Säure</a> (H<sub>2</sub>SO<sub>3</sub>), <a href="Stickoxide" title="Stickoxide">Stickoxide</a> (NO<sub>2</sub>) bilden <a href="Salpeters%C3%A4ure" title="Salpetersäure">Salpetersäure</a> (HNO<sub>3</sub>). Bekannt ist dieses Phänomen als <a href="Saurer_Regen" title="Saurer Regen">saurer Regen</a>, es kann in der Regel zu etwa zwei Dritteln auf die Verunreinigung mit Schwefliger Säure und zu einem Drittel auf den Gehalt an Salpetersäure zurückgeführt werden.<sup id="cite_ref-Ward_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-Ward-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Mitteleuropa ging die Intensität des sauren Regens seit den frühen 1980er Jahren zurück. An den Messstationen des deutschen Umweltbundesamts stieg der pH-Wert des gesammelten Regenwassers zwischen 1982 und 2014 von 4,1–4,6 wieder auf 5,1–5,2 an.<sup id="cite_ref-UBA_Umweltdaten_46-0" class="reference"><a href="#cite_note-UBA_Umweltdaten-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Basischer_Regen">Basischer Regen</h3></div>
<p>Als basischen Regen bezeichnet man Niederschlag, dessen pH-Wert höher ist als der pH-Wert, der sich in reinem Wasser durch den natürlichen Kohlenstoffdioxid-Gehalt der Erdatmosphäre einstellt (pH = 5,6). Basischer Regen ist örtlich sowie zeitlich begrenzt und stellt das Gegenstück zu saurem Regen dar. Ursache für basischen Regen ist zumeist die Emission von größeren Mengen <a href="Alkalien" title="Alkalien">Alkalienstaub</a> in die Atmosphäre. Diese kann z.&nbsp;B. verursacht werden durch:
</p>
<ul><li>großflächige <a href="Waldbrand" title="Waldbrand">Wald</a>- oder <a href="Flurbrand" title="Flurbrand">Steppenbrände</a> (<a href="Asche" title="Asche">Asche</a> ist alkalisch),</li>
<li><a href="Vulkanausbruch" title="Vulkanausbruch">Vulkanausbrüche</a> oder <a href="Vulkanexplosion" class="mw-redirect" title="Vulkanexplosion">Vulkanexplosionen</a>, bei denen große Mengen basischer <a href="Tephra" class="mw-redirect" title="Tephra">Tephra</a> als <a href="Eruptionss%C3%A4ule" title="Eruptionssäule">Eruptionssäule</a> ausgestoßen werden (in der Regel überwiegt aber der gleichzeitige Ausstoß von säurebildenden Gasen, insbesondere <a href="Schwefeldioxid" title="Schwefeldioxid">Schwefeldioxid</a>, so dass der Niederschlag insgesamt überwiegend sauer ausfällt),</li>
<li>industrielle Produktion unter Einsatz von Alkalien mit schlechter <a href="Entstaubung" title="Entstaubung">Entstaubung</a> der Abgase, insbesondere <a href="Baukalk" title="Baukalk">Kalk</a>-, <a href="Zement" title="Zement">Zement</a>- oder <a href="Gips" title="Gips">Gips</a>-Herstellung.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Blutregen">Blutregen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Blutregen" class="mw-disambig" title="Blutregen">Blutregen</a></i></div>
<p>Blutregen ist Regen in Mitteleuropa, der durch <a href="Saharastaub" title="Saharastaub">Saharastaub</a> verunreinigt ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fallgeschwindigkeit">Fallgeschwindigkeit</h2></div>

<p>Der kondensierende Wasserdampf bildet zunächst feinste Tröpfchen, die mit zunehmender Größe immer schwerer werden. Je nach seiner Größe hat ein Regentropfen eine unterschiedlich große Sinkgeschwindigkeit in Luft. In Wolken gibt es Zonen mit aufsteigenden (Aufwind) oder fallenden (Abwind) Luftströmungen. Ein Regentropfen fällt erst zur Erdoberfläche, wenn die Geschwindigkeit der aufsteigenden Luftströmung kleiner als seine Sinkgeschwindigkeit ist. Seine Auftreffgeschwindigkeit auf der Erdoberfläche hängt von seiner Sinkgeschwindigkeit und von der Luftströmung ab, in der er sich befindet. Einen starken Platzregen gibt es in einer fallenden Luftströmung.
</p><p>Das <a href="Gesetz_von_Stokes" title="Gesetz von Stokes">Gesetz von Stokes</a> kann für kleine Tropfen bis 1&nbsp;mm mit guter Näherung verwendet werden. Die Sinkgeschwindigkeit eines Tropfens mit einem Durchmesser von 1&nbsp;mm beträgt ca. 6&nbsp;m/s.<sup id="cite_ref-unim_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-unim-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Größere Tropfen verändern ihre Form aufgrund des Luftwiderstands und werden flachgedrückt, sie fallen turbulent. In diesem Fall ist der <a href="Str%C3%B6mungswiderstandskoeffizient" title="Strömungswiderstandskoeffizient">Strömungswiderstandskoeffizient</a> (<i>c</i><sub>w</sub>-Wert) geschwindigkeitsabhängig. Er verändert sich permanent während der <a href="Beschleunigung" title="Beschleunigung">Beschleunigung</a>. Der <a href="Str%C3%B6mungswiderstand" title="Strömungswiderstand">Luftwiderstand</a> der Tropfen nimmt mit dem <a href="Quadrat_(Arithmetik)" class="mw-redirect" title="Quadrat (Arithmetik)">Quadrat</a> der <a href="Freier_Fall" title="Freier Fall">Fallgeschwindigkeit</a> so lange zu, bis die Gewichts- und Widerstandskräfte gleich groß geworden sind, dann fällt der Regentropfen mit (fast) konstanter Geschwindigkeit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tropfenform">Tropfenform</h3></div>

<p>Tropfen bis etwa 1&nbsp;mm Durchmesser behalten ihre sphärische Form (Kugel), dann beginnen sie sich allerdings durch die Luftgeschwindigkeit im Fallen immer stärker zu verformen. Dadurch nimmt ebenfalls der Luftwiderstand weiter zu, und die Fallgeschwindigkeit bleibt nahezu konstant. Die Tropfengröße ist variabel (A), der größte bisher fotografierte Tropfen hatte einen Durchmesser von 9&nbsp;mm, in der Regel jedoch zerplatzen Tropfen bereits ab 6&nbsp;mm zu kleineren. Die <a href="Tropfen#Regentropfen" title="Tropfen">Tropfenform</a> ist anfangs kugelförmig (B), mit zunehmender Größe und dadurch resultierender Fallgeschwindigkeit verändert sie sich zu einem <i>kugelschalenförmigen</i> (<a href="Fallschirm" title="Fallschirm">fallschirmartigen</a>, bzw. <a href="Hamburger" title="Hamburger">hamburgerförmigen</a>) Körper (C).<sup id="cite_ref-EFMET_47-0" class="reference"><a href="#cite_note-EFMET-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Form kann so lange beibehalten werden (D), bis der <a href="Druck_(Physik)" title="Druck (Physik)">Druck</a> (hervorgerufen durch den <a href="Luftwiderstand" class="mw-redirect" title="Luftwiderstand">Luftwiderstand</a>) an der Innenseite (das ist die der Fallrichtung zugewandte Seite) so groß wird, dass er die <a href="Oberfl%C3%A4chenspannung" title="Oberflächenspannung">Oberflächenspannung</a> des Wassers überwindet (E). Die maximal erreichbare Größe eines Tropfens ist somit auch von der Zusammensetzung und Temperatur des ihn bildenden Wassers abhängig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Berechnung">Berechnung</h3></div>
<p>Das <a href="Kr%C3%A4ftegleichgewicht" class="mw-redirect" title="Kräftegleichgewicht">Kräftegleichgewicht</a> von Gewichtskraft und Reibung bei konstanter Fallgeschwindigkeit bildet den Ansatz für die Berechnung mittels C<sub>w</sub>-Wert, oder mittels Gesetz von Stokes. Zur Vereinfachung werden keine <a href="Vorzeichen_(Zahl)" title="Vorzeichen (Zahl)">Vorzeichen</a> oder Vektoren verwendet, die Fallrichtung ist immer in Richtung Erde und der Luftwiderstand wirkt entgegen. Zusätzliche Einflüsse wie Luftströmungen (Auftrieb), Temperatur, Oberflächenspannung des Tropfens (Materialbeschaffenheit) oder veränderliche Form des Tropfens werden hier nicht berücksichtigt.
</p><p>Kräftegleichgewicht, Ansatz für folgende Betrachtungen:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle {\begin{matrix}{\text{Gewichtskraft}}&amp;=&amp;{\text{Reibungskraft}}\\F_{\mathrm {g} }&amp;=&amp;F_{\mathrm {r} }\\\end{matrix}}}">
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<mtd>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle {\begin{matrix}{\text{Gewichtskraft}}&amp;=&amp;{\text{Reibungskraft}}\\F_{\mathrm {g} }&amp;=&amp;F_{\mathrm {r} }\\\end{matrix}}}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/731c6e902f7c02fdbb4f185c57f44a0e680d24f5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.505ex; width:35.715ex; height:6.176ex;" alt="{\displaystyle {\begin{matrix}{\text{Gewichtskraft}}&amp;=&amp;{\text{Reibungskraft}}\\F_{\mathrm {g} }&amp;=&amp;F_{\mathrm {r} }\\\end{matrix}}}" loading="lazy"></span></dd></dl>


<p>Folgende <a href="Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fen_und_ihre_Einheiten" class="mw-redirect" title="Physikalische Größen und ihre Einheiten">Größen</a> werden dabei verwendet:
</p>
<dl><dd><table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Formelzeichen</th>
<th>Beschreibung</th>
<th>SI-Einheit</th>
<th>Standardwerte
</th></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle F_{\mathrm {r} }}">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle F_{\mathrm {r} }}</annotation>
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<td><a href="Reibungskraft" class="mw-redirect" title="Reibungskraft">Reibungskraft</a></td>
<td>N</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle F_{\mathrm {g} }}">
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<td><a href="Gewichtskraft" title="Gewichtskraft">Gewichtskraft</a></td>
<td>N</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle g}">
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<mi>g</mi>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle g}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/d3556280e66fe2c0d0140df20935a6f057381d77.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:1.116ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle g}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Erdbeschleunigung" class="mw-redirect" title="Erdbeschleunigung">Erdbeschleunigung</a></td>
<td>m/s²</td>
<td>(9,81&nbsp;m/s²)
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle c_{\mathrm {w} }}">
<semantics>
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<mi>c</mi>
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<mi mathvariant="normal">w</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle c_{\mathrm {w} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/6b6165d41d3b2638c7dfd71f6f0efc3f551cd676.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.426ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle c_{\mathrm {w} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Str%C3%B6mungswiderstandskoeffizient" title="Strömungswiderstandskoeffizient">Strömungswiderstandskoeffizient</a> des Tropfens</td>
<td></td>
<td>(≈0,35 bis 1,3, geschwindigkeitsabhängig)
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle A_{\mathrm {T} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>A</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle A_{\mathrm {T} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/0238f7ccc924e1b07e9675f35611938c094670cd.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:3.162ex; height:2.509ex;" alt="{\displaystyle A_{\mathrm {T} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Kreis_(Geometrie)#Kreisfläche" class="mw-redirect" title="Kreis (Geometrie)">Kreisfläche</a> des Tropfens als <a href="Stirnfl%C3%A4che" title="Stirnfläche">Stirnfläche</a></td>
<td>m²</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle m_{\mathrm {T} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>m</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle m_{\mathrm {T} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/a91708579c60a1dd9897460d1c8370a325c23b7b.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:3.459ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle m_{\mathrm {T} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Masse_(Physik)" title="Masse (Physik)">Masse</a> des Tropfens</td>
<td>kg</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/b79c2979ed1a2d9d8ffd8f3a1665b07367f26653.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:2.461ex; height:2.176ex;" alt="{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Dichte" title="Dichte">Dichte</a> der Luft</td>
<td>kg/m³</td>
<td>(≈1,3&nbsp;kg/m³)
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/0c844b51dee488486a61038d4108f94dc3cacc40.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:2.621ex; height:2.176ex;" alt="{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Dichte" title="Dichte">Dichte</a> des Tropfens (Wassers)</td>
<td>kg/m³</td>
<td>(≈990&nbsp;kg/m³)
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle v_{\mathrm {T} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>v</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle v_{\mathrm {T} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/4b0136e936f76e747382db1bbdd1717b98618e31.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.546ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle v_{\mathrm {T} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Geschwindigkeit" title="Geschwindigkeit">Geschwindigkeit</a> des Tropfens</td>
<td>m/s</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle r}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mi>r</mi>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle r}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/0d1ecb613aa2984f0576f70f86650b7c2a132538.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.338ex; width:1.049ex; height:1.676ex;" alt="{\displaystyle r}" loading="lazy"></span></td>
<td>Radius des Tropfen</td>
<td>m</td>
<td>(0,0001 bis 0,003&nbsp;m)
</td></tr>
<tr>
<td><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \eta _{\mathrm {L} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>η<!-- η --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \eta _{\mathrm {L} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/e4582032b8738c81f2af476f53b0ef13fac2fd13.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:2.415ex; height:2.176ex;" alt="{\displaystyle \eta _{\mathrm {L} }}" loading="lazy"></span></td>
<td><a href="Viskosit%C3%A4t" title="Viskosität">Viskosität</a> der <a href="Luft" title="Luft">Luft</a></td>
<td>Pa·s</td>
<td>(≈17,1&nbsp;µPa·s)
</td></tr></tbody></table></dd></dl>
<p>Die Fallgeschwindigkeit von Partikeln bis ≈1&nbsp;Millimeter nach dem Gesetz von Stokes ergibt sich aus folgender Kräftegleichung:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle 6\cdot \pi \cdot \eta _{\mathrm {L} }\cdot r\cdot v_{\mathrm {T} }=(\rho _{\mathrm {T} }-\rho _{\mathrm {L} })\cdot g\cdot {\frac {4}{3}}\cdot \pi \cdot r^{3}}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mn>6</mn>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi>π<!-- π --></mi>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<msub>
<mi>η<!-- η --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi>r</mi>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<msub>
<mi>v</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>=</mo>
<mo stretchy="false">(</mo>
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>−<!-- − --></mo>
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo stretchy="false">)</mo>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi>g</mi>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mfrac>
<mn>4</mn>
<mn>3</mn>
</mfrac>
</mrow>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi>π<!-- π --></mi>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<msup>
<mi>r</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mn>3</mn>
</mrow>
</msup>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle 6\cdot \pi \cdot \eta _{\mathrm {L} }\cdot r\cdot v_{\mathrm {T} }=(\rho _{\mathrm {T} }-\rho _{\mathrm {L} })\cdot g\cdot {\frac {4}{3}}\cdot \pi \cdot r^{3}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/ef78e6a8e5bdd0eff9c17fe066b42b064c1dd0f6.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -1.838ex; width:41.317ex; height:5.176ex;" alt="{\displaystyle 6\cdot \pi \cdot \eta _{\mathrm {L} }\cdot r\cdot v_{\mathrm {T} }=(\rho _{\mathrm {T} }-\rho _{\mathrm {L} })\cdot g\cdot {\frac {4}{3}}\cdot \pi \cdot r^{3}}" loading="lazy"></span></dd></dl>
<p>Wenn <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }\ll \rho _{\mathrm {T} }}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>≪<!-- ≪ --></mo>
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }\ll \rho _{\mathrm {T} }}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/e939e2012adf279420f492aa2b573138c49d3d1f.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:8.696ex; height:2.343ex;" alt="{\displaystyle \rho _{\mathrm {L} }\ll \rho _{\mathrm {T} }}" loading="lazy"></span>, dann folgt für die Geschwindigkeit:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle v_{\mathrm {T} }={\frac {2}{9}}\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {T} }\cdot g}{\eta _{\mathrm {L} }}}\cdot r^{2}}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>v</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>=</mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mfrac>
<mn>2</mn>
<mn>9</mn>
</mfrac>
</mrow>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mfrac>
<mrow>
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi>g</mi>
</mrow>
<msub>
<mi>η<!-- η --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
</mfrac>
</mrow>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<msup>
<mi>r</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mn>2</mn>
</mrow>
</msup>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle v_{\mathrm {T} }={\frac {2}{9}}\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {T} }\cdot g}{\eta _{\mathrm {L} }}}\cdot r^{2}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/d5aa73f66424d6ae76a3a1fb4544db0d72ee6c18.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:19.357ex; height:5.676ex;" alt="{\displaystyle v_{\mathrm {T} }={\frac {2}{9}}\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {T} }\cdot g}{\eta _{\mathrm {L} }}}\cdot r^{2}}" loading="lazy"></span></dd></dl>
<p>Für <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }=1000\,\mathrm {kg/m^{3}} ,\;g=9{,}8\,\mathrm {m/s} ,\;\eta _{\mathrm {L} }=17\cdot 10^{-6}\,\mathrm {Pa\cdot s} }">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">T</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>=</mo>
<mn>1000</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">k</mi>
<mi mathvariant="normal">g</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>/</mo>
</mrow>
<msup>
<mi mathvariant="normal">m</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mn>3</mn>
</mrow>
</msup>
</mrow>
<mo>,</mo>
<mspace width="thickmathspace"></mspace>
<mi>g</mi>
<mo>=</mo>
<mn>9</mn>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>,</mo>
</mrow>
<mn>8</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">m</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>/</mo>
</mrow>
<mi mathvariant="normal">s</mi>
</mrow>
<mo>,</mo>
<mspace width="thickmathspace"></mspace>
<msub>
<mi>η<!-- η --></mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">L</mi>
</mrow>
</mrow>
</msub>
<mo>=</mo>
<mn>17</mn>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<msup>
<mn>10</mn>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>−<!-- − --></mo>
<mn>6</mn>
</mrow>
</msup>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">P</mi>
<mi mathvariant="normal">a</mi>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mi mathvariant="normal">s</mi>
</mrow>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }=1000\,\mathrm {kg/m^{3}} ,\;g=9{,}8\,\mathrm {m/s} ,\;\eta _{\mathrm {L} }=17\cdot 10^{-6}\,\mathrm {Pa\cdot s} }</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/862b5b2b956a94b5d6ee3217689eea945867e574.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:52.148ex; height:3.176ex;" alt="{\displaystyle \rho _{\mathrm {T} }=1000\,\mathrm {kg/m^{3}} ,\;g=9{,}8\,\mathrm {m/s} ,\;\eta _{\mathrm {L} }=17\cdot 10^{-6}\,\mathrm {Pa\cdot s} }" loading="lazy"></span> und <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle 2r=d=0{,}1\,\mathrm {mm} }">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mn>2</mn>
<mi>r</mi>
<mo>=</mo>
<mi>d</mi>
<mo>=</mo>
<mn>0</mn>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>,</mo>
</mrow>
<mn>1</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">m</mi>
<mi mathvariant="normal">m</mi>
</mrow>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle 2r=d=0{,}1\,\mathrm {mm} }</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/7c5c0cd3e92ecdbd9022cf2f35a9ff46d81aa4b5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:16.855ex; height:2.509ex;" alt="{\displaystyle 2r=d=0{,}1\,\mathrm {mm} }" loading="lazy"></span> erhält man eine Geschwindigkeit von <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle 0{,}32\,\mathrm {m/s} }">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mn>0</mn>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>,</mo>
</mrow>
<mn>32</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi mathvariant="normal">m</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>/</mo>
</mrow>
<mi mathvariant="normal">s</mi>
</mrow>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle 0{,}32\,\mathrm {m/s} }</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/22a87e43c0e8e8644febf05973b57fadd45bf706.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:8.536ex; height:2.843ex;" alt="{\displaystyle 0{,}32\,\mathrm {m/s} }" loading="lazy"></span>. Die <a href="Reynolds-Zahl" title="Reynolds-Zahl">Reynolds-Zahl</a> ist dann mit
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle {\mathit {Re}}={\frac {\rho \,v\,d}{\eta }}=2{,}4}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mi class="MJX-tex-mathit" mathvariant="italic">R</mi>
<mi class="MJX-tex-mathit" mathvariant="italic">e</mi>
</mrow>
</mrow>
<mo>=</mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mfrac>
<mrow>
<mi>ρ<!-- ρ --></mi>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mi>v</mi>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mi>d</mi>
</mrow>
<mi>η<!-- η --></mi>
</mfrac>
</mrow>
<mo>=</mo>
<mn>2</mn>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>,</mo>
</mrow>
<mn>4</mn>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle {\mathit {Re}}={\frac {\rho \,v\,d}{\eta }}=2{,}4}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/97bb71ae1b5d1edf1776da3ca635bcfb6fc1cca2.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:17.088ex; height:5.843ex;" alt="{\displaystyle {\mathit {Re}}={\frac {\rho \,v\,d}{\eta }}=2{,}4}" loading="lazy"></span></dd></dl>
<p>eigentlich schon zu groß für die Gültigkeit der Stokesschen Gleichung. Mit dieser Formel lassen sich also eher Sinkgeschwindigkeiten von <a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosolen</a> berechnen.
</p><p>Für die Fallgeschwindigkeit von Tropfen zwischen ≈0,1&nbsp;Millimeter bis 3&nbsp;Millimeter muss die Kräftegleichung angepasst werden. Je nach Gewicht und Tropfenform – die ja selbst wieder geschwindigkeitsabhängig ist – variiert der C<sub>w</sub>-Wert hier zwischen 0,35 (Kugel) bis 1,3 (fallschirmartig oder offene Halbkugel), aus:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle m_{\mathrm {T} }\cdot g=c_{\mathrm {w} }\cdot A_{\mathrm {T} }\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {L} }}{2}}\cdot {v}^{2}\quad {\text{mit}}\quad A_{\mathrm {T} }=\pi \cdot r^{2}}">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle m_{\mathrm {T} }\cdot g=c_{\mathrm {w} }\cdot A_{\mathrm {T} }\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {L} }}{2}}\cdot {v}^{2}\quad {\text{mit}}\quad A_{\mathrm {T} }=\pi \cdot r^{2}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/c8978b366fcd7dac2ed458e6a32837f9e0b47c9e.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -1.838ex; width:44.964ex; height:4.843ex;" alt="{\displaystyle m_{\mathrm {T} }\cdot g=c_{\mathrm {w} }\cdot A_{\mathrm {T} }\cdot {\frac {\rho _{\mathrm {L} }}{2}}\cdot {v}^{2}\quad {\text{mit}}\quad A_{\mathrm {T} }=\pi \cdot r^{2}}" loading="lazy"></span> (umströmte Querschnittsfläche einer Halbkugel)</dd></dl>
<p>folgt für die Geschwindigkeit:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle v={\sqrt {\frac {8\cdot r\cdot g\cdot \rho _{\mathrm {T} }}{3\cdot c_{\mathrm {w} }\cdot \rho _{\mathrm {L} }}}}}">
<semantics>
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<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle v={\sqrt {\frac {8\cdot r\cdot g\cdot \rho _{\mathrm {T} }}{3\cdot c_{\mathrm {w} }\cdot \rho _{\mathrm {L} }}}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/f2c82f1d63e5af2e74dfe6e20b823ae7b1d59fbc.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -3.171ex; width:18.371ex; height:7.509ex;" alt="{\displaystyle v={\sqrt {\frac {8\cdot r\cdot g\cdot \rho _{\mathrm {T} }}{3\cdot c_{\mathrm {w} }\cdot \rho _{\mathrm {L} }}}}}" loading="lazy"></span></dd></dl>
<p>Als grobe Abschätzung empfiehlt sich folgende Formel: Fallgeschwindigkeit in <i>m/s</i> ≈ 6 · Tropfen<a href="Durchmesser" title="Durchmesser">durchmesser</a> in Millimeter (nur in einem Bereich von 0,5 bis max. 1,5&nbsp;mm Tropfengröße annähernd richtig). Ein Tropfen der Größe 1&nbsp;mm fällt mit einer Geschwindigkeit von etwa 6&nbsp;<a href="Meter_pro_Sekunde" title="Meter pro Sekunde">m/s</a> ≈ 20&nbsp;<a href="Kilometer_pro_Stunde" title="Kilometer pro Stunde">km/h</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wirkung">Wirkung</h2></div>


<p>Regen ist die häufigste Form von Niederschlag und trägt dazu bei, den <a href="Wasserkreislauf" title="Wasserkreislauf">Wasserkreislauf</a> zu schließen, der für das Leben auf der Erde ein entscheidender Faktor ist. Langfristig tragen die durch Regen gespeisten Bäche und Flüsse ganze Gebirge ab. Bei entsprechenden geologischen Verhältnissen können Schluchten und <a href="Canyon" title="Canyon">Canyons</a> entstehen. Regen reinigt die Luft und wäscht Staub, <a href="Pollen" title="Pollen">Pollen</a> und sonstige Partikel aus. Er löst weiterhin <a href="Sauerstoff" title="Sauerstoff">Sauerstoff</a>, <a href="Stickstoff" title="Stickstoff">Stickstoff</a>, <a href="Kohlens%C3%A4ure" title="Kohlensäure">Kohlensäure</a>, <a href="Schwefels%C3%A4ure" title="Schwefelsäure">Schwefelsäure</a> und <a href="Salpeters%C3%A4ure" title="Salpetersäure">Salpetersäure</a> aus der Luft. Die gelösten Stoffe führen zu einer erhöhten Erosion und der <a href="Verwitterung" title="Verwitterung">Verwitterung</a> von Gestein und Boden, sowie zu einer erhöhten <a href="Regenerosion" title="Regenerosion">Regenerosion</a> bei Gebäuden, Maschinen und Anlagen (zum Beispiel an Flugzeugflügeln). Regen löst außerdem Mineralien aus Gestein und Boden, die als Nährstoff für Pflanzen sowie andere Lebensformen dienen. Treffen Regentropfen auf <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">feinkörnige</a> <a href="Sedimentation" title="Sedimentation">Lockersedimente</a>, bilden sich kleine <a href="Geomorphologie" title="Geomorphologie">geomorphologische</a> Strukturen, die sogenannten <a href="Regentropfeneinschlagkrater" title="Regentropfeneinschlagkrater">Regentropfeneinschlagkrater</a>, die ebenfalls zur Spritzerosion beitragen.
</p><p><i>Übermäßiger Regen</i> kann langfristig zu einer Veränderung des lokalen Klimas (<a href="Mikroklima" class="mw-redirect" title="Mikroklima">Mikroklima</a> und <a href="Mesoklima" class="mw-redirect" title="Mesoklima">Mesoklima</a>), und damit auch zu einer Veränderung von <a href="Fauna" title="Fauna">Fauna</a> und <a href="Flora" title="Flora">Flora</a> führen. Ebenso kann dadurch eine <a href="Absp%C3%BClung" title="Abspülung">Abspülung</a> (Denudation), beziehungsweise flächenhafte Erosion oder <a href="Vern%C3%A4ssung" title="Vernässung">Vernässung</a> des Bodens erfolgen. Kurzfristiger übermäßiger Regen kann lokal zu Sturzbächen und Überflutungen führen. Bei Hanglagen und im Gebirge kann er Hang- oder Erdrutsche und Gerölllawinen hervorrufen.
</p><p><i>Ausbleibender Regen</i> führt langfristig zu <a href="D%C3%BCrre" title="Dürre">Dürre</a> und somit zu einer Veränderung des lokalen Klimas, was ebenso Veränderungen bei Fauna und Flora hervorrufen kann. Dieser Prozess fördert die <a href="Desertifikation" title="Desertifikation">Desertifikation</a>. Durch die verringerte <a href="Regenerosion" title="Regenerosion">Regenerosion</a> bleiben aber Bauwerke, Anlagen und Maschinen unter Umständen länger erhalten; die <a href="Pyramiden_von_Gizeh" title="Pyramiden von Gizeh">Pyramiden von Gizeh</a> sind ein Beispiel für geringe Erosion über Jahrtausende. Kurzfristig ausbleibender Regen (<a href="Trocknung" title="Trocknung">Austrocknung</a>) verändert das lokale Klima nicht und stellt somit keine Bedrohung für Fauna und Flora dar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungsgeschichte">Forschungsgeschichte</h2></div>
<p>Die <a href="Meteorologie" title="Meteorologie">meteorologische</a> Forschung im 18. Jahrhundert widmete sich der Fragestellung, wie und warum sich <a href="Wolke" title="Wolke">Wolken</a> in der <a href="Atmosph%C3%A4re" class="mw-disambig" title="Atmosphäre">Atmosphäre</a> bilden und wie der Regen entsteht. Die Kontroverse ergab sich, nachdem der Schweizer Naturforscher <a href="Jean-Andr%C3%A9_Deluc_(Geologe%2C_1727)" title="Jean-André Deluc (Geologe, 1727)">Jean-André Deluc</a> entdeckt hatte, dass die Luft in höheren Atmosphärenschichten einen geringeren Wasseranteil aufweist, als zur Hervorbringung von Niederschlägen notwendig wäre. Zur Erklärung dieser frappierenden Trockenheit wurden zwei konkurrierende Erklärungsansätze entwickelt: die sogenannte Auflösungstheorie von <a href="James_Hutton" title="James Hutton">James Hutton</a> und die auf der hypothetischen Substanz <a href="Phlogiston" title="Phlogiston">Phlogiston</a> basierende Transformationstheorie. Die auf Phlogiston basierende Theorie besagte, dass sich das Wasser mit einer noch unbekannten Substanz – einer Art von Fluidum – zu einem luftähnlichen Stoff verbindet. Die Auflösungstheorie hingegen vertrat den Standpunkt, dass das Wasser in der höheren Atmosphäre in seine Bestandteile zerfalle.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Letztlich erwiesen sich beide Ansätze als falsch. Die Abhängigkeit des Taupunkts von Temperatur und Druck hatten damals beide Seiten noch nicht korrekt verstanden. Die Phlogiston-Theorie favorisierten beispielsweise Deluc selbst sowie dessen Freund, der berühmte <a href="G%C3%B6ttingen" title="Göttingen">Göttinger</a> Professor für <a href="Experimentalphysik" title="Experimentalphysik">Experimentalphysik</a> <a href="Georg_Christoph_Lichtenberg" title="Georg Christoph Lichtenberg">Georg Christoph Lichtenberg</a>.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihnen widersprach der Naturforscher <a href="Johann_Dietrich_Zylius" title="Johann Dietrich Zylius">Johann Dietrich Zylius</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kulturgeschichte">Kulturgeschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hydraulische_Gesellschaften">Hydraulische Gesellschaften</h3></div>
<p><a href="Karl_August_Wittfogel" title="Karl August Wittfogel">Karl August Wittfogel</a> These von der <a href="Hydraulische_Gesellschaft" title="Hydraulische Gesellschaft">Hydraulischen Gesellschaft</a> prägte lange die Vorstellung von Gesellschaften, bei denen die Verteilung und Regulierung der Wasservorkommen und seltener Regenfälle zentral war. Zentral war diesen Gesellschaften ein Staatskult (mit einer mächtigen Beamten- und Priesterschaft) und zentralisierte typische Herrschaftsformen eines „Hydraulischen Despotismus“.
</p><p>Er nannte dabei die im Altertum das chinesische Kaisertum zur Zähmung des Huang Hes, die im Punjab am Indus früh erscheinende Hochkultur, die Regulierung des Euphrat und Tigris in Mesopotamien (vgl. Babylonisches Reich), das ägyptische Pharaonentum am mittleren und unteren Nil und – mit Abstrichen – das Aztekenreich in Mexiko (vgl. Tenochtitlán) bzw. Inkareich in Peru vor ihrer Zerstörung durch den spanischen Imperialismus. Technische Kenntnisse, in der Wasserbewirtschaftung wie im Bereich der <a href="Astronomie" title="Astronomie">Astronomie</a> (bzw. <a href="Astrologie" title="Astrologie">Astrologie</a>) spielten dabei eine zentrale Rolle.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Altorientalistik" title="Altorientalistik">altorientalischen</a> Regionen und Epochen wurden Gewitter und Sturm als <a href="Numen" title="Numen">numinose</a> Gewalt empfunden, mit wichtigen Unterschieden in der jeweiligen Mythologie. So spielte der <a href="Wettergott" title="Wettergott">Wettergott</a> im vom <a href="Bew%C3%A4sserungsfeldbau" class="mw-redirect" title="Bewässerungsfeldbau">Bewässerungsfeldbau</a> geprägten Babylonien weniger eine Rolle als Regenspender, sondern stärker als Herr der Stürme. In den stärker vom <a href="Regenfeldbau" title="Regenfeldbau">Regenfeldbau</a> geprägten Gebieten des Alten Orients, also in Obermesopotamien, Syrien, Anatolien und auch in Assyrien, nahm er eine bedeutendere Stellung unter den großen Gottheiten ein als in Babylonien.
</p><p>In <a href="China" title="China">China</a> war der Regen <a href="Chinesische_Symbole" title="Chinesische Symbole">Symbol</a> für <a href="Fruchtbarkeit" title="Fruchtbarkeit">Fruchtbarkeit</a> und <a href="Zeugung" title="Zeugung">Zeugung</a>. Nach alten mythologischen Vorstellungen erzeugte ihn der <a href="Long_(Mythologie)" title="Long (Mythologie)">Drache</a> mit Hilfe von Bällen. Unter <i>Wolken-und-Regen-Spiel</i> verstand man damals in China auch die <a href="Geschlechtsverkehr" title="Geschlechtsverkehr">geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Regenmacher_und_Hagelabwehr">Regenmacher und Hagelabwehr</h3></div>

<p>Der Beginn der modernen Wetterkunde wird auf den Bau des ersten Thermometers durch <a href="Galileo_Galilei" title="Galileo Galilei">Galileo Galilei</a> um 1600 datiert.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zuvor versuchte man dem erhofften Niederschlag auch durch <a href="Magie" title="Magie">magische</a> Praktiken nachzuhelfen; ein Beispiel dafür sind die <a href="Regentanz" title="Regentanz">Regentänze</a> verschiedener <a href="Afrika" title="Afrika">afrikanischer</a> und <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigener Völker</a>. Der <a href="Regenmacher" title="Regenmacher">Regenmacher</a> ist ein in Chile solchen Praktiken entstammendes Musikinstrument. Scherzhaft wird die seit dem letzten Jahrhundert beschriebene <a href="K%C3%BCnstlicher_Regen" title="Künstlicher Regen">technische Regenerzeugung</a> durch mit <a href="Hagelabwehr" title="Hagelabwehr">Hagelfliegern</a> verbreitetes <a href="Silberjodid" class="mw-redirect" title="Silberjodid">Silberjodid</a> auch so genannt. Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 wurde Silberiodid mit Hilfe von Raketen in Regenwolken eingebracht, um diese an der Störung der Eröffnungsfeierlichkeiten zu hindern. In Deutschland wird die Regenerzeugung im Landkreis Rosenheim<sup id="cite_ref-schneider_53-0" class="reference"><a href="#cite_note-schneider-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und in Österreich in der Süd-, West- und Ost-<a href="Steiermark" title="Steiermark">Steiermark</a> regulär zur Hagelabwehr verwendet.<sup id="cite_ref-schneider_53-1" class="reference"><a href="#cite_note-schneider-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Thailand spielt die auf eine Initiative von König Bhumibol zurückgehende Erzeugung von <a href="Fon_luang" title="Fon luang">Fon luang</a> (<a href="Thail%C3%A4ndische_Schrift" title="Thailändische Schrift">Thai</a>: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r184662313">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Thai{font-size:115%}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span lang="th-Thai" class="Thai">ฝนหลวง</span>, <i>königlicher Regen</i>) eine zentrale Rolle im Verhältnis zur dortigen Monarchie.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Volkskundliche_Aspekte">Volkskundliche Aspekte</h3></div>

<p>In Deutschland ist <a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster</a> für sein häufig regnerisches Wetter bekannt. Obwohl die Niederschläge im Jahresmittel nicht aus der Reihe fallen, gilt als sprichwörtlich „In Münster regnet’s, oder es läuten die Glocken, und wenn beides ist, ist Sonntag“.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darüber hinaus wird mit <i>meimeln</i> im lokalen Dialekt <a href="Masematte" title="Masematte">Masematte</a> ein flüchtiger leichter Dauerregen bezeichnet. Im niederbayrischen <a href="Regen_(Stadt)" title="Regen (Stadt)">Regen</a> wird gegenüber dem lokalen Rivalen <a href="Zwiesel" title="Zwiesel">Zwiesel</a> gern angeführt: „In Zwiesel konns reign, aba in Reign konns nit zwieseln.“ Sprichwörtlich wird überregional „Auf Regen folgt Sonnenschein“ verwendet. Im Mittelalter hielt sich die Theorie, dass <a href="Blattl%C3%A4use" title="Blattläuse">Blattläuse</a> im Sommer durch Regen, den sogenannten <a href="Neffenregen" title="Neffenregen">Neffenregen</a>, gehäuft Nutzpflanzen befielen.
</p><p>In <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> ist insbesondere <a href="Salzburg" title="Salzburg">Salzburg</a> und das angrenzende <a href="Salzkammergut" title="Salzkammergut">Salzkammergut</a> für seinen lang anhaltenden <a href="Schn%C3%BCrlregen" title="Schnürlregen">Schnürlregen</a> bekannt.
</p><p>Im insbesondere katholischen Christentum gilt der <a href="Georg_(Heiliger)" title="Georg (Heiliger)">Heilige Georg</a> als einer der <a href="Vierzehn_Nothelfer" title="Vierzehn Nothelfer">Vierzehn Nothelfer</a> und ist unter anderem für gutes <a href="Wetter" title="Wetter">Wetter</a> zuständig, die Tradition der <a href="Georgiritt" title="Georgiritt">Georgiritte</a> geht unter anderem darauf zurück. Eine zentrale Rolle als Hoffnungssymbol und besondere Naturerscheinung spielt in vielen Kulturen der <a href="Regenbogen" title="Regenbogen">Regenbogen</a>, im Christentum als zentrale Verheißung Gottes, die <a href="Sintflut" title="Sintflut">Sintflut</a> nicht zu wiederholen und den Bund mit den Menschen zu erneuern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li>Spezielle Regenformen: <a href="Wolkenbruch" title="Wolkenbruch">Wolkenbruch</a>, <a href="Zenitalniederschlag" title="Zenitalniederschlag">Zenitalniederschlag</a>, <a href="Praecipitatio" title="Praecipitatio">Praecipitatio</a></li>
<li>weitergreifend zum Thema: <a href="Regenzeit" title="Regenzeit">Regenzeit</a>, <a href="Gewitter" title="Gewitter">Gewitter</a>, <a href="Regenwasser" title="Regenwasser">Regenwasser</a></li>
<li><a href="Petrichor" title="Petrichor">Petrichor</a> … Geruch von Regen auf trockener Erde</li>
<li>menschliche Einflüsse: <a href="Wetterbeeinflussung" title="Wetterbeeinflussung">Wetterbeeinflussung</a>, <a href="Saurer_Regen" title="Saurer Regen">Saurer Regen</a>, <a href="K%C3%BCnstlicher_Regen" title="Künstlicher Regen">Künstlicher Regen</a></li>
<li>Kulturell-Technisches: <a href="Regenbekleidung" title="Regenbekleidung">Regenbekleidung</a>, <a href="Niederschlagsradar" title="Niederschlagsradar">Niederschlagsradar</a>, <a href="Regensensor" title="Regensensor">Regensensor</a> (zur automatischen Scheibenwischersteuerung in Fahrzeugen)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Cynthia Barnett: <i>Rain. A natural and cultural history</i>. Crown Publications, New York 2015, ISBN 978-0-8041-3709-6.</li>
<li>Wolfgang Kühr: <i>Der Privatflugzeugführer, Teil 2: Grundlagen der Flugwetterkunde.</i> Luftfahrtverlag Schiffmann, Bergisch Gladbach 1991, ISBN 3-921270-08-1.</li>
<li>Gösta H. Liljequist, Konrad Cehak: <i>Allgemeine Meteorologie.</i> Vieweg, Braunschweig 1984 (3. überarb. Aufl.), ISBN 3-528-23555-1.</li>
<li><a href="Klaus_L%C3%BCders" title="Klaus Lüders">Klaus Lüders</a>, <a href="Gebhard_von_Oppen" title="Gebhard von Oppen">Gebhard von Oppen</a>: <i>Lehrbuch der Experimentalphysik, Bd. 1: Mechanik, Relativität, Wärme.</i> De Gruyter, Berlin 2008 (12. überarb. Aufl.), ISBN 3-11-016837-5.</li>
<li>Wilhelm Raith (Hrsg.): <i>Lehrbuch der Experimentalphysik, Bd. 7: Erde und Planeten.</i> De Gruyter, Berlin 2001 (2. aktual. Aufl.), ISBN 3-11-016837-5.</li>
<li>Dieter Walch: <i>So funktioniert das Wetter.</i> blv, München 2000 (2. Aufl.), ISBN 3-405-15945-8.</li>
<li>Berthold Wiedersich (Hrsg.): <i>Taschenatlas Wetter.</i> Klett-Perthes, Gotha 2003, ISBN 3-623-00021-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Rain?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Regen</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sounds_of_rain?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tonaufnahmen von Regen</a></span></b></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Regen" class="extiw external" title="wikt:Regen">Wiktionary: Regen</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Konvektionsregen" class="extiw external" title="wikt:Konvektionsregen">Wiktionary: Konvektionsregen</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Regen" class="extiw external" title="q:Regen">Wikiquote: Regen</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4121570-9">Literatur von und über Regen</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111028005611/http://www.geographie.uni-muenchen.de/internetvorlesung/hydrologie/niederschlag_entstehung.htm">Internetvorlesung: Einführung in die Hydrologie – Niederschlag.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 28. Oktober 2011 im </i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a><i>)</i> <a href="Ludwig-Maximilians-Universit%C3%A4t_M%C3%BCnchen" title="Ludwig-Maximilians-Universität München">Ludwig-Maximilians-Universität München</a>, 10. November 2008.</span>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.schulwetter.com%2Fde%2Fdeutschland%2Fregionales-schulwetter%2Fschulwetterbericht%2F">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">20.&nbsp;Januar 2015</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 24.&nbsp;April 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARegen&amp;rft.title=Schulwetterbericht%3A+Frost+und+Regen%2C+eine+gef%C3%A4hrliche+Mischung%21&amp;rft.description=Schulwetterbericht%3A+Frost+und+Regen%2C+eine+gef%C3%A4hrliche+Mischung%21&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20150120230730%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.schulwetter.com%2Fde%2Fdeutschland%2Fregionales-schulwetter%2Fschulwetterbericht%2F&amp;rft.date=2015-01-20&amp;rft.source=http://www.schulwetter.com/de/deutschland/regionales-schulwetter/schulwetterbericht/">&nbsp;</span></span>
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